Die Geschichte des FV Nußloch

100 Jahre FV Nußloch Meilensteine der Vereinsgeschichte

Vorwort

Die lückenlose Chronik des Fußballsports in Nußloch darzustellen ist ein nahe zu unmögliches Unterfangen, da schriftliche Unterlagen kaum vorhanden sind. Die Verfasser haben versucht, soweit dies aus Überlieferungen heraus möglich war, eine Chronik zusammen zu stellen.

Der erste Nußlocher Fußballverein war der FC „Viktoria“ 1910.

Im Sommer 1909 wurde von einigen Turnern des damaligen Turn- und Fechtclubs erstmals Fußball gespielt!

Es wurde gespielt wie es in den Sinn kam, ohne Regel, vielleicht mit einem improvisierten Schiedsrichter. Wichtig war der Ball und wahrscheinlich das Tor.

Die Männer der ersten Stunde waren:
Georg Baust, Wilhelm Maier, Jakob Mergel, Melchior Refior, Georg Rensch, Georg Steinbrenner, Ludwig Zimmermann u.a.m.

Trotz der damaligen Vormachtsstellung des Turnens fanden sich bald viele junge Burschen nun Sonntag für Sonntag zusammen um Fußball zu spielen.

Bereits im Frühjahr 1910 war die Zahl der Fußballanhänger so gewachsen, dass eine Vereinsgründung in greifbare Nähe rückte.

Man erinnert sich noch an folgende Namen:
Jakob Rensch, Peter Anweiler, Georg Baust, Wilhelm Maier, Jakob Mergel, Hans Gleiter, Heinrich Ebner, Philipp Heid, Herzog, Heinrich Hillenbrand, L. Koppert, Kromer, Peter Wolf, Konrad Rensch (Torwart) Adam Baust, Richard Bräunling, Karl Maier und die „Passiven“ Georg Ober und Johannes Klein.

Anfang Juni 1910 war es dann soweit, man gründete den FC „Vikotria“ 1910 im Gasthaus zur Jägerlust, dass viele Jahre lang Vereinslokal war.
Zum 1. Vorsitzenden wählte man Georg Jakob Rensch.

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Hintere Reihe von links: Ober Gg., Anweiler P., Mergel J., Klein Joh. (passiv), Herzog, Koppert L.,
davor stehend und sitzend: Rensch Gg. J., Rensch Konr., Heid Ph., Mergel Hrch.,
vorne sitzend: Ebner Hrch., Baust Gg., Hillenbrand Hrch.

Als Sportdress wurde ein schwarz-weiß längsgestreiftes Trikot und eine weiße Hose mit schwarzer Borde ausgewählt. Groß war der Idealismus und die Uneigennützigkeit der Vereinsgründer und durch eine sofort durchgeführte Sammlung konnte der erste vereinseigene Ball beschafft werden. Ihren Sportdress kauften die Spieler selbst. Man schloss sich dem Rasensportverband an und beteiligte sich erstmals im August 1910 an einem „Sechser-Turnier“ in Kirchheim. Der offizielle Spielbetrieb hatte somit begonnen. Jenen „Pionieren“ sagen wir heute Dank für die Einführung des Fußballsports in Nußloch.

Im Spätsommer 1911 führte die „Viktoria“ ein eigenes Fußballturnier durch, an dem zahlreiche auswärtige Vereine teilnahmen. Ein großer Erfolg in sportlicher und finanzieller Hinsicht.

Meilensteine in der Vereinsgeschichte:

1912
Sportfest in Lampertheim, Teilnahme mit großem Erfolg.
Zweiter Sieger beim Sechserturnier der Helvetia Walldorf.
Teilnahme beim Sportfest von 08 Wiesloch.
1913
Ein großes und erfolgreiches Spiel gegen Phönix Heidelberg.
1914
verlor man 4:1 gegen den Karlsruher Fußballverein, bei dem
einige Nationalspieler mitwirkten.

Mit Ausbruch des Weltkrieges im August 1914 wurde, wie überall, der geordnete Spielbetrieb unterbrochen und erst nach Kriegsende wieder aufgenommen. Um den Neubeginn hat sich hauptsächlich Jakob Mergel verdient gemacht.

Rascher sportlicher Aufstieg nach dem 1. Weltkrieg

Im Spieljahr 1922/23 erreichte man nach zwei harten Entscheidungsspielen gegen den FC Brühl die B-Meisterschaft und damit den Aufstieg in die A-Klasse. 1923 wurde Hans Pfeiffer zum Gauvorsitzenden gewählt.

Der 2. Weltkrieg mit all seinen unsinnigen Zerstörungen und Folgen, machte auch vor den sportlichen Betätigungen nicht Halt. Dem letzten 1. Vorsitzenden Alfred Neubauer verblieb die traurige Pflicht, den Verein beim Amtsgericht Heidelberg abzumelden.

Es gab auch noch einen Fußballverein „Freie Turner“

In den Jahren 1927 bis 1933 spielte man auch bei den „Freien Turnern“ in Nußloch Fußball. Dieser Verein, der 1933 zwangsweise aufgelöst wurde, hatte zuerst „Raffball“ gespielt, sich dann aber später ganz dem Fußballsport zugewandt. Nach dem Vereinsverbot traten die meisten Spieler dem FC „Viktoria“ bei.

Wie ging es nach 1945 weiter?

Die Militärregierung duldete keine Wiedergründung von Vereinen, die während des dritten Reiches schon bestanden hatten. So kam es auch in Nußloch im Spätjahr 1945 mit tatkräftiger Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Mathias Rensch und Oskar Pfahler zur Gründung einer Sportgemeinschaft, der heute noch bestehenden Sportgemeinde Nußloch.

Zum 1. Vorsitzenden wählte die Mitgliederversammlung Oskar Pfahler, den späteren Ehrenvorsitzenden der Sportgemeinde.

Die Freunde des Fußballsports begannen nun, innerhalb der Sportgemeinde die Abteilung Fußball zu organisieren. Es waren dies vor allen Dingen die Sportkameraden Jakob Rensch, Wilhelm Wolf, Hermann Zuber, Hans Stegmaier, Samuel Münch, Georg Fertig, Josef Hillenbrand, und Longin Kamuf.

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SG Nussloch
Aktive Mannschaft nach der Gründung

Die Anfangsschwierigkeiten der neuen Abteilung waren vorprogrammiert. Fehlte es doch an allem, um in fußballerischer Hinsicht tätig zu werden. Ballmaterial und Sportbekleidung konnte sehr mühsam, oft nur auf dem Tauschwege, beschafft werden. Irgendwie gelang es den Idealisten und so wurde auch in Nußloch wieder gekickt. Zunächst bis zum Spätjahr 1946 noch unorganisiert und unter sich.

Inzwischen formierte sich in Heidelberg die Kreisbehörde, die ab Herbst 1946 den gesamten Spielbetrieb neu ordnete. Es gab zunächst eine Bezirks- und eine Kreisklasse. Nach einer Ausscheidungsrunde wurde Nußloch in die Kreisklasse A eingestuft.

Mit Beginn des regulären Spielbetriebes musste man feststellen, dass der alte Waldsportplatz beim Steinbruch der Portland Zementwerke nicht bespielbar war. Die Sportgemeinde wurde beauftragt, sich bei der Gemeinde um ein geeignetes Gelände zur Erstellung eines neuen Sportplatzes zu bemühen.

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Fußball-Kreismeister der B-Klasse 1954/55
Von links: Abteilungsleiter K. Baust, R. Zimmer, B. Gspandl, H. Schüßler, E. Sickmüller, G. Gottfried, W. Steinbächer, H. Stegmaier, A Nabinger, G. Link, E. Neidig, H. Zimmer, Spielausschuß-Vorsitzender H. Stegmaier,
Trainer H. Rieger

Es wurde zunächst das Gelände der ehemaligen Freilichtbühne, mittlerweile auch das ehemalige Haus Rheinblick, und dann das Waldgelände des damaligen Sportplatzes, auf das man sich später einigte, in die Überlegungen einbezogen.

Die Erstellung des Spielfeldes übernahm die Baufi rma Erles, Nußloch, während viele ehrenamtliche Helfer die restlichen Arbeiten durchführten.

Im August 1953 kam es zur Wiedergründung der Viktoria, und man hatte zwei Fußballvereine mit zahlreichen großen und kleinen Problemen. Im Spieljahr 1954/55 musste man, nach einem verlorenen Entscheidungsspiel gegen Hirschhorn, in die B-Klasse absteigen. Bereits ein Jahr später wurde der Kreismeistertitel und der Wiederaufstieg zur Kreisklasse A errungen. Insbesondere Trainer Harald Meichelbeck war es in den folgenden Jahren zu verdanken, dass sich die Mannschaften in ihrer Spielstärke steigerten. Der Abstieg in die B-Klasse war dann im Spieljahr 1973/74 allerdings doch nicht zu vermeiden.

Wiedergründung des FC Viktoria 1910

Nachdem die neu entstandene Bundesrepublik wieder eigene Gesetze und eine eigene Rechtsordnung hatte, wurde der Wunsch nach einer Wiedergründung des FC Viktoria immer stärker. Hans Pfeiffer ergriff die Initiative und mit Unterstützung der Sportfreunde Richard Bast, Eugen Schemenauer, Adam Fink und Guido Stainczyk fand im Juni 1953 die erste Zusammenkunft statt, mit dem Ergebnis die Wiedergründung der „Viktoria“ zu betreiben. Nachdem mehrere Verhandlungen mit der Sportgemeinde, der Gemeinde, dem Landrat und dem damaligen Kreisfachwart ergebnislos verlaufen waren, fassten die fünf Sportkameraden den Entschluss, am 14. August 1953 eine Versammlung in den „Badischen Hof“ einzuberufen und alle an der Wiederaufl ebung der Viktoria interessierten Nußlocher Sportler dazu einzuladen.

Nach einer allgemeinen Aussprache sprachen sich alle 67 Anwesenden für die Wiederaufl ebung der Viktoria aus.

Mit dem vorhandenen Spielermaterial konnte der Spielbetrieb sofort aufgenommen werden, zunächst außer Konkurrenz. Bereits im folgenden Spieljahr 1954/55 errang die 1. Mannschaft die B-Meisterschaft und stieg in die A-Klasse auf.

Auch in der höheren Spielklasse blieb der Erfolg treu, denn im ersten Spieljahr stand man zusammen mit der SG Dielheim punktgleich an der Tabellenspitze. Erst nach zwei Entscheidungsspielen mussten die Aufstiegshoffnungen begraben werden. Einen großen Anteil an diesen spielerischen Erfolgen hatte der damalige Trainer Alfred Strößner.

Auch am Ende der Verbandsrunde 1956/57 war die Viktoria wieder in der Spitzengruppe zu fi nden. Bei der Generalversammlung im Juni 1957 stellte der 1. Vorsitzende Hans Pfeiffer das Amt aus Alters- und Gesundheitsgründen zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wurde Sportkamerad Guido Stainczyk gewählt. Sportkamerad Hans Pfeiffer ernannte man in

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FC Viktoria 1910 Nußloch e.V.
Meistermannschaft 1964/65 in der A-Klasse und Aufstieg in die 2. Amateurliga

Würdigung seiner Verdienste um den Fußballsport zum Ehrenvorsitzenden. Der Bad. Fußballverband ehrte ihn anlässlich seines 5. Geburtstages mit der goldenen Verbands-Ehrennadel.

Im Spieljahr 1957/58 war mit dem 2. Tabellenplatz wieder ein beachtenswerter Fortschritt in spielerischer Hinsicht zu verzeichnen.

Das gesteckte Ziel wurde nach jahrelanger Anstrengung 1959 unter der Trainingsleitung von Karl Hessenauer mit der Meisterschaft der A-Klasse Heidelberg erreicht, der Aufstieg in die Amateurliga war geschafft.

Die folgenden Jahre waren von Erfolgen und Misserfolgen gleicher maßen geprägt. Nach zweimaligem Abstieg in die A-Klasse schaffte man 1965 unter Trainer Gerhard Winkler und 1973 mit Karl Hessenauer als Trainer den Wiederaufstieg in die II. Amateurliga.

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FC Viktoria 1910 Nußloch
Meister der A-Klasse, Staffel I

Die Fusion der beiden Fußballvereine

Nur ein Sportplatz stand den beiden Fußballvereinen mit ihren zahlreichen Jungendmannschaften zur Verfügung. Ein Faktum, das, wie es sich immer deutlicher zeigte, auf Dauer gesehen untragbar war.

Eine zweite Sportanlage oder Spielfeld war zur Notwendigkeit geworden. Dem „JA“ zum Neubau sollte nach Meinung von Bürgermeister Feil und dem Gemeinderat ein Zusammenschluss der beiden Fußballvereine vorausgehen. Auch eine Mehrheit der Verantwortlichen beider Vereine sah nur darin ein Vorwärtskommen für den Nußlocher Fußballsport.

Insbesondere Helmut Sickmüller, 1.Vorsitzender der Viktoria 1910 sowie Karl Fertig und Karl Baust, Leiter der Sportgemeinde Abt. Fußball waren es, die in zahlreichen Gesprächen die Fusion vorantrieben. In getrennten Versammlungen stimmten die Mitglieder mit überzeugenden Mehrheiten dem Zusammenschluss zu.

Mitgliederversammlung FC Viktoria 1910 am 6. Mai 1977, Gasthaus „Zur Weinstube“, Abstimmungsergebnis:
67 Ja-Stimmen, 24 Nein-Stimmen, 2 Stimmenthaltungen

Mitgliederversammlung SG Abt. Fußball am 13. Mai 1977, Gasthaus „Zur Krone“; Abstimmungsergebnis:
30 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen, 5 Stimmenthaltungen.

Ein fast für unmöglich gehaltenes Vorhaben war gelungen. Ein junges Vereinspflänzchen begann zu keime, man hoffte zum Vorteil der Sporttreibenden Nußlocher Jungend. Das es schwer werden würde, es am Leben zu erhalten, war allen Beteiligten klar. Galt es doch, über Jahrzehnte hinweg gewachsene Traditionen, Vorurteile, ja sogar Feindschaften zu überwinden und ein neues Kameradschaftsgefühl zu erzeugen.

Als äußerst schwierig zeigte sich die Namensgebung. Nach vielen Versuchen hatte man mit „Fußballverein 1910“ die richtige Bezeichnung gefunden, die auch von den Mitgliedern beider Vereine akzeptiert wurde.

Es entsteht ein neues Sportgelände

Mit dem Zusammenschluss waren die Forderungen der pol. Gemeinde erfüllt und sie war nun am Zuge, ihr Versprechen „Bau einer neuen Sportanlage“ zu verwirklichen.

Als ein großes Problem kristallisierte sich die Lage des neuen Sportgeländes heraus. Zum ersten sollte dem bestehenden Spielfeld „Waldsportplatz“ ein zweites Spielfeld in östlicher und südöstlicher Richtung angegliedert werden.

Die zweite Version sah den Bau einer neuen Sportanlage mit Hartplatz – erster Bauabschnitt – und einen Rasenplatz mit Leichtathletik-Anlage als zweiter Schritt im Gebiet Lichtenau vor.

Auch hier galt es wieder zu überzeugen. Kaum jemand wollte zunächst die gewohnte Kulisse am Waldsportplatz vermissen. Dort oben war man es gewohnt, dass Fußball gespielt wird. Wer wird denn schon in die Lichtenau gehen? Wo war das überhaupt? Höchstens ein paar Alteingesessene konnten mit der Bezeichnung etwas anfangen.

Das Projekt Erweiterung Waldsportplatz scheiterte dann endgültig an den überzeugenden Bodenproben – schlechter Untergrund – an der großen Waldausstockung, die ein Naherholungsgebiet und die Waldkulisse zerstört hätte, und an der sich langsam anbahnenden Einsicht der besseren Möglichkeiten in der Lichtenau. Nach zahlreichen Diskussionen entschied man sich beim Fußballverein für das neue Sportgelände Lichtenau, wo in der Nachbarschaft des Reiter- und Tennisvereines die neue Anlage entstehen sollte.

Nach dem auch der Gemeinderat nach sorgfältigem Planungen sein Einverständnis beschlossen hatte, wurde 1977 mit dem Bau des Hartplatzes begonnen, der im Spätjahr 1978 vollendet war und rund 320.000,- DM kostete.

Die Seniorenmannschaften konnten umziehen und durch die Überlassung des Waldsportplatzes für die Jugend war endlich der jahrelange Engpass, insbesondere beim Training, überwunden.

Der Verein baut sein eigenes Clubhaus

Im Zusammenwirken mit der Gemeinde, welche die Räume für Duschund sanitäre Anlagen für rund 500.000,– DM errichtete, bauten die Mitglieder des FV in zahlreichen freiwilligen Arbeitsstunden ein Clubhaus – Gaststätte und Jugendraum – das zur Heimstätte aller Fußballsportler und Anhänger wurde.

Unter der tatkräftigen Führung des damaligen 1. Vorsitzenden Reinhold Fink und seines Stellvertreters Karl Baust fand bald ein Werk seine Vollendung, auf das die Mitlieder und alle Helfer stolz sein können. Die Einweihung des für rund 200.000,– DM errichteten Gebäudes konnte im Oktober 1980 gefeiert werden.

Der Rasenplatz entsteht

Nicht allzu lange ließ der Bau des Rasenplatzes mit einem Kostenaufwand von rund 1,5 Mio. DM – einschließlich Leichtathletik-Anlage – auf sich warten. Im Frühjahr 1980 wurde mit den Erdarbeiten begonnen.

Nach einer Bauzeit von ca. 16 Monaten und fast zweijähriger Schonfrist konnte das große Fest der Stadioneinweihung im Mai 1983 gefeiert werden. Unter der Beteiligung von Schule und Sport fanden die großartigen Einweihungsfeierlichkeiten mit der Namensgebung „Max-Berk-Stadion“ ihren Höhepunkt. Mit der Bezeichnung Max-Berk-Stadion wurde einem großen Förderer des Nußlocher Fußballsports die Ehre erwiesen, hier verewigt zu sein.

Mit einem Eröffnungsspiel gegen die Uwe Seeler-Tradtionsmannschaft nahm man offi ziell vom neuen Stadion Besitz.

Der Verein feiert sein 75-jähriges Jubiläum

Im Jahr 1985 feierte der Verein sein 75-jähriges Jubiläum. Das Festbankett fand am 17. Mai in der Festhalle statt. Zahlreiche Ehrengäste waren erschienen, unter ihnen auch das Ehrenmitglied des Vereins, Herr Max Berk, welcher auch die Schirmherrschaft für die gesamten Jubiläumsfeierlichkeiten übernommen hatte.

Aufgrund seiner besonderen Verdienste um den Nußlocher Fußballsport wurde Herr Karl Baust zum Ehrenvorsitzenden des FV Nußloch ernannt.

Höhepunkt der Jubiläumstage war am 30. Juni 1980 das Spiel gegen die Portas-Traditionsmannschaft mit Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Günter Netzer, Wolfgang Overath, Jürgen Grabowski u.a.

An diesem herrlichen Sommertag fanden ca. 5000 Zuschauer den Weg ins Max-Berk-Stadion, um die ehemaligen Nationalspieler zu bewundern.
Ein Tag, der vielen heute noch in guter Erinnerung sein wird.

Umzug der Jugendabteilung in die Lichtenau

1987 verlegt die Jugendabteilung den kompletten Spielbetrieb in die Lichtenau. Im Jahr 1989 wird der Grundstock durch den Verkaufserlös der Gebäude beim Waldsportplatz für den Bau eines Jugendraumes sowie einer Pächterwohnung neben dem Clubhaus möglich.

Der FV ist nun endgültig und vollständig in der Lichtenau angekommen.

Seit der Einführung der Bezirksliga Heidelberg/Sinsheim 1977/78 gehörte der FV Nußloch ununterbrochen dieser an. Leider musste sich der FV Nußloch im Spieljahr 1998/99 aus der Bezirksliga verabschieden und den Gang in die Kreisliga A antreten. Nach einem durchwachsenen „Eingewöhnungsjahr“ in der neuen Klasse wurde in der Saison 2000/01 die Rückkehr in die Bezirksliga mit der Meisterschaft unter dem Trainer Manuel Hernandez erspielt.

Im gleichen Jahr wurde auch der Förderverein FV Nußloch gegründet.

Nach nun weiteren Abwechslungsreichen Jahren in der Bezirks-/Kreisliga ist nun unter der aktuellen sportlichen Leitung von Zdravko Barisic eine in allen Belangen weiterentwickelte Mannschaft auf dem Weg in die Landesliga Rhein-Neckar.

Dem Verfasser – und seinen „Ergänzern und Aktualisierern“ – dieser Chronik über den Fußballsport in Nußloch möge man nachsehen, wenn vielleicht einige Zeitabschnitte oder wichtige Ereignisse zu kurz gekommen oder nicht erwähnt sind.

Auch im Bereich der vielen Funktionäre ist eine vollständige Aufzählung nicht möglich.

Es konnte nicht Aufgabe der Verfasser sein, einen/den Chronisten zu ersetzen.

An dieser Stelle erneut vielen Dank an den Verfassers des Überblicks über den Fußballsport in Nußloch!

Die Vorstandschaft